Schlaftrunken begab ich mich in triathletischer Begleitung pünktlich zum Nachtzug, der Gott sei Dank trotz Bahnstreik seine Fahrt gen Wien aufgenommen hatte. Man konnte die Personen wirklich an einer Hand abzählen, die in Leipzig zustiegen - eine junge Frau, ein Geschäftsmann, ein Muttersöhnchen, ein Freak(und ich hoffte sehr, dass er nicht in meinem Abteil sitzt!) und nun ja Ich. Der Abschied war mittellang und schmerzlos aber dennoch vor neugieriger Kulisse, die ihre Nasen an die Scheiben quetschten.In meinem Abteil sitzt noch ein junger Mann lesend in sein Buch vertieft, der mich in Jena verlassen wird und die Herrschaft über das Abteil an mich weiterreicht.
23.16 Uhr der Zug fährt los.
Kurz vor Jena kommt der (österreichische) Schaffner, der mich (fast zu ) freundlich begrüßt und gerne mal mein Ticket zwickern möchte! ^^
Ich versuche zu schlafen und verdränge bewusst, dass der nächste Halt Jena ist.
Der Versuch scheitert und ich muss Herrn Sony anrufen, der mich dann fast eine halbe Stunde bei Laune hält, wie immer eigentlich.
Im folgenden ein Paar von Impulsen getriebene Aufzeichnungen
16.11.07 01.30Uhr
Schnee, soweit mein Auge in der Dunkelheit blicken kann. Eine schöne Stille oder eine stille Schönheit? Seit Jena bin ich nun ganz allein im Abteil. Der junge Mann hat mich verlassen.Bleibt in "meiner" Stadt!
Ich bin total müde, will schlafen aber es geht einfach nicht, weil mich irgendwas wach hält von dem ich nichts weiß. Ich kann mich nicht entscheiden, welche Sitze ich belagern mag und wälze mich von einer Seite auf die Andere. Die Klimaanlage ist scheiße. Entweder zu warm oder zu kalt und die Luftfeuchte glänzt durch Abwesenheit.
Vor einer dreiviertel Stunde sind wir durch Rudolstadt gefahren und ich musste sofort an den Sommer denken, ans TFF und an den Anfang vom Ende. Irgendwie werde ich immer sentimental, wenn ich nachts Bahn fahre...aber naja.
Noch zwei Stunden bis Nürnberg. Ich hoffe, ich verschlafe es!
03.15 Uhr
Nürnberg. Natürlich konnte ich nicht schlafen! Spontan muss ich gerade an Lebkuchen, meine Schwester und S. denken. Ich überlege ob Nürnberg einen Sackbahnhof hat- kann aber nicht sein, da andauernd Züge vorbeifahren. Wir halten jetzt schon eine halbe Stunde und ich wüßte gern warum aber sofort wird auch schon diese Frage beantwortet. Der Nachtzug aus Hamburg wird angekoppelt und eine neue Lok gibts dazu. Draussen auf dem Gang keucht eine Oma hin und her - sie hat ihren Platz noch nicht gefunden. Insgeheim hoffe ich sehr, dass niemand neues in mein Abteil kommt - ich stelle mich schlafend. Und da ,welch seltsames Geräusch - ein Güterzug! Sie rollen also doch durchs Land, vielleicht ein Geheimtransport?!
So losfahren bitte - das grelle Bahnhofslicht stört irgendwie.
05.27 Passau
Nun schon Passau. Immerhin scheine ich zwei Stunden geruht zu haben aber Schlaf mag ich das wirklich nicht nennen. Und kein Schnee in Passau!
Irgendwann in Schärding
Willkommen in Österreich- willkommen ihr Pendler, die ihr alle in mein Abteil wollt. Somit scheitert auch ein letzter Versuch schlafen zu können.
Wels, Linz, St.Valentin und Amstetten ziehen an mir vorüber. Zudem hat es mächtig geschneit in der vergangenen Nacht. Je näher wir Wien kommen umso größer wird die Schneemenge.
Mittlerweile befindet sich auch ein nerviges Ehepaar in meinen Abteil - naja eigentlich nervt ER nur. Der SChnee scheint eine sehr faszinierende Wirkung auf ihn auszuüben. Alle paar Minuten erwähnt, wie fantastisch das doch ist..."und schau doch mal raus -wieviel Schnee das ist!Bestimmt 10cm , achne 15cm mindestens!" Er wechselt den Platz sitzt nun am Fenster und nimmt mir die Sicht! (obwohl ich den anderen Fensterplatz habe). Zwischen mir und seiner Frau ist noch ein Platz frei, irgendwann entscheidet er sich diesen einzunehmen und rückt mir mächtig auf die Pelle mit seinem Drang zum Fenster und wie er da mit seinen Händen herumfuchtelt. Als wenn er zum ersten Mal Schnee sieht. Egal, ich beschließe eine Runde im Wagon zu drehen und trete der Dame an der Tür erstmal auf die Füße - Bravo!
Kurz vor Wien.
Wir müssen halten, da sich zuviel Schnee auf den Gleisen befindet und der Zug sich dadurch nur recht schwer fortbewegen kann. Unsere Verspätung beziffert sich nun auf 30min.
Ich suche den Waschraum auf und muss bemerken, dass ich sehr gezeichnet bin von der schlaflosen Nacht. Mit allen Mittel versuche ich mich relativ sozialfähig zu machen.
Fortsetzung folgt.
23.16 Uhr der Zug fährt los.
Kurz vor Jena kommt der (österreichische) Schaffner, der mich (fast zu ) freundlich begrüßt und gerne mal mein Ticket zwickern möchte! ^^
Ich versuche zu schlafen und verdränge bewusst, dass der nächste Halt Jena ist.
Der Versuch scheitert und ich muss Herrn Sony anrufen, der mich dann fast eine halbe Stunde bei Laune hält, wie immer eigentlich.
Im folgenden ein Paar von Impulsen getriebene Aufzeichnungen
16.11.07 01.30Uhr
Schnee, soweit mein Auge in der Dunkelheit blicken kann. Eine schöne Stille oder eine stille Schönheit? Seit Jena bin ich nun ganz allein im Abteil. Der junge Mann hat mich verlassen.Bleibt in "meiner" Stadt!
Ich bin total müde, will schlafen aber es geht einfach nicht, weil mich irgendwas wach hält von dem ich nichts weiß. Ich kann mich nicht entscheiden, welche Sitze ich belagern mag und wälze mich von einer Seite auf die Andere. Die Klimaanlage ist scheiße. Entweder zu warm oder zu kalt und die Luftfeuchte glänzt durch Abwesenheit.
Vor einer dreiviertel Stunde sind wir durch Rudolstadt gefahren und ich musste sofort an den Sommer denken, ans TFF und an den Anfang vom Ende. Irgendwie werde ich immer sentimental, wenn ich nachts Bahn fahre...aber naja.
Noch zwei Stunden bis Nürnberg. Ich hoffe, ich verschlafe es!
03.15 Uhr
Nürnberg. Natürlich konnte ich nicht schlafen! Spontan muss ich gerade an Lebkuchen, meine Schwester und S. denken. Ich überlege ob Nürnberg einen Sackbahnhof hat- kann aber nicht sein, da andauernd Züge vorbeifahren. Wir halten jetzt schon eine halbe Stunde und ich wüßte gern warum aber sofort wird auch schon diese Frage beantwortet. Der Nachtzug aus Hamburg wird angekoppelt und eine neue Lok gibts dazu. Draussen auf dem Gang keucht eine Oma hin und her - sie hat ihren Platz noch nicht gefunden. Insgeheim hoffe ich sehr, dass niemand neues in mein Abteil kommt - ich stelle mich schlafend. Und da ,welch seltsames Geräusch - ein Güterzug! Sie rollen also doch durchs Land, vielleicht ein Geheimtransport?!
So losfahren bitte - das grelle Bahnhofslicht stört irgendwie.
05.27 Passau
Nun schon Passau. Immerhin scheine ich zwei Stunden geruht zu haben aber Schlaf mag ich das wirklich nicht nennen. Und kein Schnee in Passau!
Irgendwann in Schärding
Willkommen in Österreich- willkommen ihr Pendler, die ihr alle in mein Abteil wollt. Somit scheitert auch ein letzter Versuch schlafen zu können.
Wels, Linz, St.Valentin und Amstetten ziehen an mir vorüber. Zudem hat es mächtig geschneit in der vergangenen Nacht. Je näher wir Wien kommen umso größer wird die Schneemenge.
Mittlerweile befindet sich auch ein nerviges Ehepaar in meinen Abteil - naja eigentlich nervt ER nur. Der SChnee scheint eine sehr faszinierende Wirkung auf ihn auszuüben. Alle paar Minuten erwähnt, wie fantastisch das doch ist..."und schau doch mal raus -wieviel Schnee das ist!Bestimmt 10cm , achne 15cm mindestens!" Er wechselt den Platz sitzt nun am Fenster und nimmt mir die Sicht! (obwohl ich den anderen Fensterplatz habe). Zwischen mir und seiner Frau ist noch ein Platz frei, irgendwann entscheidet er sich diesen einzunehmen und rückt mir mächtig auf die Pelle mit seinem Drang zum Fenster und wie er da mit seinen Händen herumfuchtelt. Als wenn er zum ersten Mal Schnee sieht. Egal, ich beschließe eine Runde im Wagon zu drehen und trete der Dame an der Tür erstmal auf die Füße - Bravo!
Kurz vor Wien.
Wir müssen halten, da sich zuviel Schnee auf den Gleisen befindet und der Zug sich dadurch nur recht schwer fortbewegen kann. Unsere Verspätung beziffert sich nun auf 30min.
Ich suche den Waschraum auf und muss bemerken, dass ich sehr gezeichnet bin von der schlaflosen Nacht. Mit allen Mittel versuche ich mich relativ sozialfähig zu machen.
Endlich Wien!
Erschöpft steige ich aus dem Zug und werde überschwänglich von meinen Freunden begrüsst.
Der Weg führt uns sogleich in eines der teuersten Kaffeehäuser am Platz und ich genehmige mir einen Tee, serviert vom Mann im Frack mit einer Portion feinsten Wiener Schmäh!
Erschöpft steige ich aus dem Zug und werde überschwänglich von meinen Freunden begrüsst.
Der Weg führt uns sogleich in eines der teuersten Kaffeehäuser am Platz und ich genehmige mir einen Tee, serviert vom Mann im Frack mit einer Portion feinsten Wiener Schmäh!
Fortsetzung folgt.
3 Kommentare:
Ich glaube in Nürnberg ist das so: das ist kein Kopfbahnhof, aber die Züge Richtung München und ähnlichem wenden da. Lustig ist das jedenfalls immer ICE, wenn vornehmlich ältere Menschen sich extra in Fahrtrichtung setzen und die sich dann kurz nach Nürnberg umsetzen müssen.
na also... problemlos überstanden. :P
kommse bald wieder!
jaja...problemlos ;)
und da bin ich auch schon wieder...länger hätte es meine geldbörse auch nicht ausgehalten...
Kommentar veröffentlichen