Dienstag, Oktober 07, 2008

und sonst so?

Mit dem Bus fahren in Estland fetzt.
Preiswert.Schnell. Nostalgisch.
:-)

Randnotizen aus Estland

Fisch zum Frühstück. Genauer gesagt Heringfilets. Das nenne ich doch Abwechslung, nachdem es gestern schon Gulasch gab. Aber, hehe, es war Gott sei Dank nur Beigabe und wurde ergänzt durch gaaanz viel Käse und andere Wurst. Ich glaub, als Vegetarier hätte man es hier manchmal schwer, wenn man auf Selbstverpflegung verzichten würde. Dennoch muss ich zugeben, dass der Fisch geschmeckt hat, auch wenn er schon circa 3 Stunden auf mich im Frühstücksraum gewartet hat.

Ansonsten bin ich seit vorgestern der "englische Patient" für meine, sagen wir doch mal, interessanten Mitbewohnern. Mein morgendliches "tere" (Hallo) wurde mit einem leise-mürrischen "Добрый" begrüsst, wobei er das день wohl verschluckte. Somit war klar, estnisch als Kommunikationssprache fällt flach, deutsch wollte ich erst gar nicht versuchen und mein russisch...naja... Also probierte ich weiter mit englisch. Das scheint zu klappen. Jedenfalls bei einem der drei Herren. Daher weiss ich, dass sie alle aus der Ukraine kommen und hier in Tartu für zwei Wochen arbeiten. Was genau wollte, ich besser nicht fragen ;-). Tja, und das wars dann auch schon mit der Unterhaltung gewesen. Ich glaube, sie sind nicht wirklich gesprächig, was mir aber auch irgendwie entgegen kommt. Seitdem wird für mich jedoch immer BBC World News angestellt, sobald ich beim Frühstück erscheine. Naja, hat auch was ;-)

Und ich habe noch eine für mich sehr interessante Beobachtung gemacht. Der Herr Pulsiv würde sagen: "hab ich dir doch gleich gesagt! Du mit deiner Gürteltasche, den Outdoorsachen und den Wanderschuhen. Frau Magnusson sie fallen auf. Ob negativ oder positiv lass ich jetzt mal aussen vor. Vielleicht nicht insgesamt aber doch ein bisschen."Ich bin in der Tat anders als die "typischen" estnischen Studentinnen(btw, Verallgemeinerungen sind absichtlich). Die estnische Studentin trägt Mantel, Stiefel und stets eine Umhänge- bzw. Handtasche. Ich frage mich ehrlich, wo verstauen sie ihre Unterrichtsmaterialien und was man sonst noch so für die Uni braucht. Bei den Herren fällt das nicht ganz so auf. Da sind Rücksäcke doch recht weit verbreitet. Obwohl ich bemerkt hab, dass zunehmend kleine Mappen als einziges Utensil getragen werden. Sehr interessant.